Bildbearbeitung - ein paar Informationen

Die nachfolgenden Informationen zur Bildbearbeitung sind für mich wichtig. Da sie vielleicht auch für andere nützlich sein können, stehen sie hier im WWW. Kontakt mit mir.
Inhalt (Datum der letzten Änderung):
  1. Drehen von Bildern (Fr 22.07.05)
  2. Einscannen von Bildern und ihre Präsentation im Web (Fr 22.07.05)
  3. Komprimieren von Bildern (Mi 22.06.11)
  4. Präsentation von Bildern im Web (Mo 19.09.11)
    1. Selbstgemachte HTML-Seiten (Mo 19.09.11)
    2. Google Picasa (Mo 19.09.11)
    3. XnView (Mo 19.09.11)

1. Drehen von Bildern

Wenn Bilder am Bildschirm betrachtet werden sollen, insbesondere mehrere nacheinander, so erweisen sich Bilder im Hochformat als störend, weil man sie jedesmal zum Ansehen drehen muss. Es ist besser, die Hochformate schon auf dem Datenträger passend gedreht zu halten.

Das Programm "Windows Bild- und Faxanzeige" eignet sich zum Drehen. Wenn sich die Datei auf einem beschreibbaren Medium befindet, wird das gedrehte Bild automatisch in der alten Größe zurückgeschrieben.

Anders ist es jedoch bei Bildern auf nicht beschreibbaren Medien, etwa auf einer vom Fotolabor gelieferten CD. In diesem Fall weist die Windows Bild- und Faxanzeige auf dieses Unvermögen hin und fordert zum "Speichern unter ..." auf. Dabei wird dann aber offensichtlich der Grad der Komprimierung geändert: Die entstehende Datei wird mehr als doppelt so groß, ist also weniger stark komprimiert. Da aber einmal verlorene Information nicht wiedergewonnen werden kann, ist das gedrehte Bild der größeren Datei nicht besser als das der kleineren.

Abhilfe besteht darin, die Bilder-CD zunächst auf die Festplatte zu laden und dann diese Bilder zu drehen.


2. Einscannen von Bildern und ihre Präsentation im Web

Das Problem: Analoge Farbaufnahmen sollen im Web präsentiert werden. Randbedingungen sind:
  1. Die Bilder sollen so groß werden, dass man auch was sieht.
  2. Die Bilder sollen klein genug sein, dass sie auch auf kleineren Bildschirmen noch ohne weiteres ganz zu sehen sind.
  3. Die Dateigröße der Bilder soll mäßig sein, damit auch über langsame Internetverbindungen sich vernünftige Ladezeiten ergeben.
  4. Die Bilder sollen so schön wie möglich werden, insbesondere von den Abzügen nicht zu sehr abfallen; Manipulationen der Bilder sollten nach Möglichkeit nicht vorgenommen werden.

Eine Vorgehensweise:

  1. Einscannen der Bilder: Möglichst großen Abzug (<= 20 x 30 cm) wählen. Scanner ist Epson Perfection 1260. Scannen mit 300 dpi (andere Werte sind möglich).

  2. Abspeichern des eingescannten Bildes als jpg-Datei (andere Formate als jpg sind möglich) mit Qualität "hoch" (Wert 84).

    Ein Bild der Größe 13 x 18 cm wurde mehrmals eingescannt, zum Teil auch unmittelbar nacheinander, ohne den Scanner auch nur zu berühren. Die Ergebnisse der abgespeicherten Datei waren nicht identisch, eine Systematik ist nicht erkennbar:

    Da die Dateigröße auch bei unverändertem Vorgehen schwankt, ist die folgende Tabelle keine absolute Aussage, zeigt aber die Größenverhältnisse. Bei verschiedenen jpg-Qualitäten ergaben sich folgende Dateigrößen:

    993040 KB
    84hoch 626 KB
    48mittel 285 KB
    16niedrig161 KB
    00 63 KB

    Alle genannten Dateigrößen gelten nur für das betrachtete Bild. Ein anderes Motiv ergibt bei der jpg-Komprimierung andere Größen.

  3. Das im weiteren besprochene Bild (Mohnblüten auf Kreta, April 2004)

    wurde wie oben beschrieben eingescannt und abgespeichert. Die Größe ist 2172 x 1470 Bildpunkte, 609 KB.

  4. Im nächsten Schritt werden schief gescannte Bilder gerade beschnitten und dann auf eine Einheitsgröße gebracht. Beide Arbeiten erfolgen mit demselben Programm unmittelbar nacheinander. Werkzeug ist Adobe Photoshop Elements 2.0.

    Das Beschneiden geht mit Bild > Skalieren > Arbeitsfläche... Das Ergebnis wird nicht abgespeichert, sondern sogleich mit Bild > Skalieren > Bildgröße... und/oder Datei > Speichern unter... weiterverarbeitet. Warum die Bildschiefe meistens nur an 1 Rand des Bildes auftaucht (im hier betrachteten am oberen Rand, rechts zu sehen) ist unklar! (Für die hier abgebildeten Beispiele wurde auf das Beschneiden verzichtet.)

  5. Mit welcher Methode verkleinern?

    Bild > Skalieren > Bildgröße... zeigt zunächst die Bildgröße: Die Vorlagengröße von 18,39 x 12,45 cm (oder 7,24 x 4,9 Zoll) ergab bei einer Auflösung von 300 dpi 2172 x 1470 Bildpunkte.

    Wie groß ein Bild am Bildschirm gezeigt wird, hängt in erster Linie vom verwendeten Programm ab. Bildbearbeitungsprogramme interessieren in diesem Zusammenhang nicht, sondern nur Browser. Hier gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder werden alle vorhandenen Bildpunkte 1 zu 1 gezeigt oder man macht dem Browser Vorgaben über die Anzahl der Bildpunkte (width und height im img-Etikett). Auf letztere Art kann man auch ein eigentlich zu großes Bild in passender Größe darstellen. Das optische Ergebnis läßt (bei den gängigen Browsern?) nichts zu wünschen übrig. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass das Bild im vollen Umfang heruntergeladen werden muss, ganz gleich, wie klein es erscheinen soll. Nach den oben formulierten Randbedingungen ist es daher besser, das herunterzuladende Bild von vornherein zu verkleinern. Hier ist obiges Bild vom Browser auf einer Fläche von 591 x 400 Bildpunkten dargestellt. Leider muss; man, da man die Proportionen beibehalten möchte, die Bildpunktzahlen selbst ausrechnen (lassen).

    Welche maximale Größe in Bildpunkten (egal, ob 1 zu 1 oder eingeschränkt) noch vernünftig ist (also ohne Rollen angesehen werden kann), hängt von der Bildschirmauflösung ab, die üblicherweise in der Gesamtbildpunktzahl für den Schirm angegeben wird. Derzeit übliche Größen gehen von 800 x 600 bis 1400 x 1050.

    Zur Verkleinerung der Dateigröße gibt es außer der im nächsten Punkt beschriebenen Methode in Bild > Skalieren > Bildgröße... noch den Weg über die Komprimierung. Das beliebte und allseits verwendete jpg-Format für Bilder stellt eine Komprimierung der Bilddaten dar. Bei dieser Komprimierung kann man in der Regel die Qualität festlegen. Hohe Bildqualität bedeutet eine große Dateigröße, während eine kleinere Dateigröße eine schlechtere Bildqualität nach sich zieht. Man muss; im Einzelfall entscheiden, welchen Wert man verwendet. Die Komprimierung vernichtet selbstverständlich Bildqualität. Ein mit niedriger Qualität abgespeichertes Bild wird nicht besser, wenn man es danach mit "höherer" Qualität abspeichert.

    Die jpg-Komprimierung hat keinen Einfluß auf die Größe des Bildes in Bildpunkten!

    Die Verkleinerung einer Bilddatei durch Verringerung der Bildpunktzahl oder durch stärkere jpg-Komprimierung kann unabhängig voneinander erfolgen, also auch beides zugleich.

  6. Verkleinerung der Bildpunktzahl: In Bild > Skalieren > Bildgröße... kann man an jeder der 5 Maßangaben drehen, vorausgesetzt man läßt die Proportionen erhalten und das Bild neu berechnen. Wenn in obigem Beispiel die Breite von 18,4 cm auf 10 cm und die Auflösung von 300 auf 150 Bildpunkte/Zoll reduziert wird, wird das Bild neu berechnet. Dies bedeutet, daß aus den vorhandenen Bildpunkten neue berechnet werden, als ob eine Vorlage von 10 x 6,77 cm mit 150 dpi gescannt worden wäre.

  7. jpg-Komprimierung: Wie schon gesagt, muss; man im Einzelfall entscheiden, welchen Wert man verwendet. Bei zu niedrigerer Qualität kann es zu dem Effekt kommen, daß das Bild an sich noch ganz gut ist, daß aber Farbinformationen verlorengehen. Wenn zum Beispiel das Bild wie oben beschrieben auf 10 cm Breite bei 150 Bildpunkten/Zoll reduziert und dann im jpg-Format abgespeichert wird, geschieht folgendes: Die rechte Blüte hat auf dem Blütenblatt, das nach links unten zeigt, einen hellbraunen Fleck. Speichert man das Bild mit der Qualität 7 oder höher, so bleibt der Fleck farbig:

    während er bei einer Qualität 6 oder niedriger grau wird:

    Bei den Qualitätsstufen 8 und 5 ist der Effekt noch deutlicher zu sehen.


3. Komprimieren von Bildern

Hier geht es darum, welche Möglichkeiten es gibt, um eine jpg-Datei zum Sparen von Speicherplatz zu komprimieren, ohne dass die Bildqualität leidet. (Die möglichen Komprimierungsstufen beim Abspeichern von jpg-Dateien sind ja prinzipiell verlustbehaftet.)

Es wurden 3 Verfahren untersucht:

  • zip

    Ein Verzeichnis mit 124 Bildern belegte 704 MiB. Nach der Komprimierung waren es noch 702,7 MiB.

  • rar

    Das gleiche Verzeichnis war nach der Komprimierung sogar größer, nämlich 704,3 MiB.

  • packJPG

    Ein Bild von 4,9 MiB war nach der Komprimierung nur noch 3,9 MiB groß, also eine Reduzierung von etwa 20 Prozent.


    4. Präsentation von Bildern im Web

    Für diesen Zweck gibt es natürlich sehr viele verschiedene Möglichkeiten, von denen ich mir nur sehr wenige angesehen habe, bzw. ansehen werde. Ich werde mit etwas Einfachem anfangen und dann so weit gehen, bis ich eine Methode gefunden habe, die meinen Absichten am ehesten entspricht.

    4.1 Selbstgemachte HTML-Seiten

    Solche findest du etwa hier. Wichtige Eigenschaften waren für mich hierbei:
    1. Waagrechte und senkrechte Bilder müssen gleich groß sein.
    2. Die Orte für die Navigationsklicks sollen bei jedem Bild an der gleichen Stelle sein.
    3. Es soll ein Platz für Kommentare vorhanden sein.
    So wie ich es angelegt habe, war es aber sehr arbeitsaufwendig.

    4.2 Google Picasa

    Picasa installieren (zum Beispiel 3.0.0 in Linux) und aufrufen. Meine Version war in Englisch, deshalb geht es in der Beschreibung englisch weiter. Links ein Folder markieren. Dann oben das Menü Folder aufklappen und "Export as HTML Page..." klicken. Dann sind einige Festlegungen zu treffen.

    Zunächst die Bildgröße. Die Wahl "640 pixels (for Web pages)" ermöglicht es, dass auf fast allen Bildschirmen senkrechte Bilder (fast) vollständig ohne Schiebebalken gezeigt werden können. Hat man nur waagrechte Bilder, sind auch die 800 pixels geeignet.

    Der Webseitentitel macht keine Schwierigkeiten. Voreingestellt ist der Name des Folders.

    Die fertigen Webseiten kommen natürlich nicht direkt ins Web, sondern werden lediglich lokal gespeichert. Voreingestellt ist (für den Folder qwertz)

      My Documents\Picasa HTML Exports\qwertz\

    welches dann für den Benutzer peter

      /home/peter/Picasa HTML Exports/qwertz/

    ist. Lustigerweise schreibt der Browser Konqueror als URL den Bandwurm

      /home/peter/.google/picasa/3.0/dosdevices/z:/home/peter/Picasa HTML Exports/qwertz/

    auf.

    Als letztes ist das Aussehen zu wählen. Weißer und grauer Hintergrund sind unproblematisch, aber bei schwarzem Hintergrund sind die dunkelblauen Navigationssysmbole beim Betrachten von einzelnen Bildern natürlich kaum zu erkennen.

    Schließlich gibt es alle drei Hintergründe noch in zwei Varianten: Entweder alle Vorschaubilder auf einer Seite, oder links vom gezeigten Einzelbild eine senkrechte laufende Reihe der Vorschaubilder. Ich ziehe die erste Version vor.

    Ein Beispiel findest du hier.

    Jetzt noch ein paar Informationen, wie die HTML-Seiten aufgebaut sind. Beschrieben wird die oben gewählte Version. Die oberste Ebene ist ein Verzeichnis mit dem gewählten Titel. Darunter befindet sich sich fünferlei:

    Das gesamte Verzeichnis hat eine Größe von 1,7 MiB.

    4.3 XnView

    Mit diesem Programm, das beim Ansehen im Web keinen schlechten Eindruck macht, bin ichh überhaupt nicht zurechtgekommen.

    Es ist mir zwar gelungen, ein Bild in das Programm zu laden, aber es wird transparent angezeigt, das heißt, dass sämtliche Fenster auf meinem Bildschirm unter dem Bild zu sehen sind, also ist gar nichts richtig zu sehen. Ein Blick in das zuständige Nutzerforum zeigte, dass schon vor Jahren Nutzer mit diesem Problem vorstellig wurden, und dass sich seither vermutlich nichts geändert hat. Da auch die Antworten in diesem Forum mir nicht verständlich waren, habe ich das Programm nicht weiter benutzt.

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